Unfälle in Europa im Jahr 2022

(Ein getöteter und 3 verletzte FA)

Hinweis: in der Statistik sind auch Unfälle enthalten die bisher nicht veröffentlicht wurden. Daher kann es vorkommen, dass die Gesamtzahl der betroffenen FA die Summe der in den Berichten erwähnten übersteigt.


- Brand in Hotel - Rolltreppe eingestürzt - ein getöteter FA

(bl) Brüssel (Belgien). In der Nacht (ca. 3:30 Uhr) wurde die Feuerwehr Brüssel zu einer Feuermeldung in ein ehemaliges Hotel gerufen. Das Feuer brach in einem schwer zugänglichen Bereich aus, wo Renovierungsarbeiten liefen. Im Verlauf des Innenangriffs kam es zu dem Einsturz einer Rolltreppe und verschüttete einen Feuerwehrmann. Trotz der schnellen Bemühungen, ihn aus den Trümmern zu befreien, erlag der Feuerwehrmann seinen Verletzungen.

Die Kollegen werden vom psychologischen Nachsorgeteam der Feuerwehr Brüssel betreut.

Quelle: Pompiers de Bruxelles - Brandweer Brussel

- Wohnungsbrand mit Menschenrettung (unter Zwang) - Maske verrutscht - zwei verletzte FA

(bl) Pinneberg (SH). Die Feuerwehr Pinneberg rückte zu dem Stichwort „Feuer, Menschenleben in Gefahr“ aus. Dichter Rauch drang aus einem Fenster einer Dachgeschosswohnung, eine Person war dort zu erkennen. Doch diese wollte das Appartement nicht freiwillig verlassen. Die Küche und das Wohnzimmer des Zwei-Zimmer-Appartements standen in Vollbrand. Die Feuerwehr nahm eine vierteilige Steckleiter vor, um den Bewohner von dort aus zu betreuen, bis die Drehleiter in dem engen Bereich in Stellung gebracht worden war. Doch der Bewohner wehrte sich dagegen, in den Korb der Drehleiter zu steigen. Gleichzeitig hatte ein Angriffstrupp in der Wohnung einen ersten Löschangriff vorgenommen, um die Temperatur zu senken und die Rauchentwicklung zu verringern. Nun rüsteten sich zwei weitere Trupps aus, um zur Menschenrettung vorzugehen.

Die drei Atemschutz-Trupps führten den Bewohner schließlich unter Zwang aus dem Gebäude und übergaben ihn an die Polizei. Dabei wehrte sich der Mann massiv und schlug zwei Feuerwehrleuten ins Gesicht. Bei einer Einsatzkraft verrutschte dabei die Atemschutzmaske, sodass sie Rauchgase einatmete.

Beide Kameraden transportierte der Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Einer konnte das Krankenhaus noch am selben Tag mit leichten Verletzungen wieder verlassen. Der Feuerwehrmann mit der Rauchgasintoxikation musste über Nacht bleiben. „Beiden Einsatzkräften geht es mittlerweile den Umständen entsprechend gut“, berichtet der Pressesprecher.

Quelle: Feuerwehr-Magazin